Fundmeldung

Und was für eine – unglaublich! Heute hat Lina (6 Jahre) ihre allererste Flaschenpost gefunden, und zwar meine 😉 Am Strand von Dänemark in Westjütland, genau in Lyngvig, dort wo der schöne Leuchtturm steht.

Als ich die SMS las, habe ich mich schon unglaublich gefreut. Eine so schöne Fundmeldung! Auf meine Nachfrage, welche Buddel es denn gewesen ist, dachte ich noch, dass es höchstwahrscheinlich eine der Flaschen aus meinem letzten Dänemark Urlaub im November 2016 gewesen sein muss.

Doch als als die Meldung Nr. 118 kam, war ich echt geplättet. Eine der Buddeln, die einen denkbar schlechten Start gehabt haben! Eigentlich nur noch ein letzter Versuch … WOW!!! Diese Buddel muss eine unglaublich rasante und abenteuerliche Reise gehabt haben 🙂 Und unterwegs hätte es reichlich Gelegenheiten zum Anlanden gegeben. Doch nein, sie marschierte schnurstraks durch – 420 km Luftlinie zwischen beiden Orten:

© OpenStreetMap contributors, CC BY-SA 2.0 / http://www.openstreetmap.org/copyright

Ich wünsche Lina und ihrer Familie noch eine wunderschöne Zeit in Dänemark und bedanke mich ganz, ganz herzlich für die tolle Fundmeldung!

Einen Versuch

war es gestern zum Abschied nochmal wert, um Flaschenposten auszusetzen. Leider war nicht mehr die Zeit, um noch eine alternative Abwurfstelle zu suchen, deshalb habe ich den Versuch am Strand gewagt. Obwohl die Bedingungen relativ schlecht waren. Wind aus Nord/Nord/Ost, d.h. die Flaschen werden fast parallel zum Strand verdriftet. Hohe Dünungswellen, die eine unberechenbare Brandungszone bildeten und deren Abstand des Einlaufens allenfalls eine grobe Abschätzung zuließen.

Ich musste eine Sandbank am Spülsaum finden, um ganz nah an die Kante heranzukommen. Es waren auch einige Spaziergänger unterwegs und einige Angler versuchten ihr Glück zwischen den Buhnen. Also bin ich zunächst ein Stück nordwärts marschiert.

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Also erstmal wieder eine Weile das Meer beobachten und in aller Ruhe die Buddeln ablichten:

Buddeln Nr. 117, Nr. 118, Nr. 119 (v.r.n.l.)

Die Schwimmer Nr. 117 und Nr. 118 habe ich auf der dahinter sichtbaren Sandbank abgeworfen. Wobei Nr. 117 äußerst anhänglich war … dreimal habe ich sie wieder rausgefischt, mir dabei zweimal richtig nasse Füße geholt, weil gerade wieder eine höhere Dünungswelle über die Sandbank donnerte. Nr. 118 habe ich irgendwann aus den Augen verloren. Keine Ahnung, wie weit die beiden Buddeln gekommen sind. Vielleicht haben die Angler neue Stories erzählen können …

Für die kleine Nichtschwimmerin Nr. 119 habe ich ein hübsches Plätzchen im weißen Sand am Spülsaum gefunden. Das Rotkäppchen sprang einem sofort ins Auge. Dachte ich.

Unglaublich! Als ich nach einer Stunde zurückkam, stand sie dort immer noch einsam am Spülsaum. Es waren schätzungsweise bereits 30 Menschen (mit/ohne Hunde/n) an ihr vorbei gegangen. Mir war sie bereits von Weitem aufgefallen, weil die rote Kappe leuchtete. Und ich wusste ja auch nicht mehr genau die Stelle, an der ich sie deponiert habe. Habe ich sie etwa in den Sand gesetzt?!? Wäre schade. Nun ja, es bleibt wie immer: abwarten.

Deutlich schwieriger

gestaltete sich heute Mittag das Aussetzen von Flaschenposten. Der Wind kommt von Nordost, doch es gab unberechenbare Dünungswellen, zwischen denen die Wasserströmung (zusätzlich zwischen den Buhnen) unkalkulierbar die Richtung wechselte. Beim ersten Abwurf wurde die Buddel nach einigen Minuten wieder an den Strand befördert.

So habe ich noch eine Weile die Dünungswellen und die Verwirbelungen beobachtet, um einen geeigneten Zeitpunkt für den Abwurf zu finden. Im Abstand von jeweils 10 Minuten habe ich die Buddeln ausgesetzt. Doch ich bin nicht sicher, ob sie weit kommen werden. Angesichts der Windverhältnisse und einer fast gegenläufigen Strömung werden sie wahrscheinlich schnell wieder angespült.

Bestens

Weil die guten Wind- und Strömungsbedingungen gestern anhielten und zum Sonnenuntergang gerade wieder Ebbe einsetzte, lag es also auf der Hand, die Gunst der Stunde zu nutzen 😉 So sind nochmal drei Buddeln auf die Reise gegangen.

von links nach rechts: Nr. 111 Schnipseljagd, Nr. 112 und Nr. 113

 

Es war gar nicht mal schlecht, dass es keinen ultimativen Sonnenuntergang gab, deswegen waren nicht so viele Leute am Strand. Ich war in Begleitung meiner Eltern und mein Vater zweifelte sehr an, ob die beiden schwimmfähigen Buddeln Fahrt aufs Meer hinaus nehmen und nicht doch sofort wieder angespült werden. So konnte ich ihm sehr praxisnah demonstrieren, dass das Studieren von Wind-, Strömungsverhältnissen sowie die passende Tide und das Nichtvorhandensein einer Brandungszone durchaus zum Erfolg führen. Innerlich habe ich mir den Schweiß von der Stirn gewischt, dass Theorie und Praxis übereinstimmen 😉

Für die kleine Nichtschwimmerin Nr. 113 habe ich ein geschütztes Plätzchen gefunden. Bin gespannt, wann sie gefunden wird 🙂

Die Schwimmer Nr. 111 und Nr. 112 strömten Richtung England, den letzten Strahlen der Sonne entgegen. Gute Reise und viel Glück!

Gute Bedingungen

für einen Strandabwurf heute Morgen. Die Vorhersagen hatten recht mit frischem Ostwind und Strömung Richtung West. Zusätzlich ist die Nordsee ziemlich unaufgeregt, dass ich beim Abwurf auch keine Brandungszone überwinden musste. Was aus der bisherigen Erfahrung nicht klappt.

Noch relativ wenige Leute unterwegs (was sich in kurzer Zeit ändert), ich war total begeistert. So sehr, dass ich wieder vergaß, vor dem Werfen zu fotogafieren … Buddel Nr. 108 kann man also nur noch im Wasser sehen.

Mit dem Eintauchen der Flasche ins Wasser fiel es mir ein: da war doch noch was … Yep, also zunächst die anderen beiden Buddeln ablichten, Nr. 109 und Nr. 110.

Die beiden Buddeln Nr. 108 und Nr. 109 nahmen zügig Fahrt Richtung Westen auf. Ich bin fast sicher, dass sie rauskommen und habe es mir gespart, den Strandabschnitt später nochmal abzulaufen, ob sie wieder angespült worden sind. Da waren nämlich schon zu viele Menschen unterwegs.

Die kleine Nichtschwimmer Buddel Nr. 110 habe ich am Spülsaum deponiert. Sie müsste heute schon gefunden werden, es ist nämlich allerhand los am Strand. Zusätzlich läuft das Wasser noch weiter ab und bis zur nächsten Flut hat sie hoffentlich schon Jemandem ein Lächeln ins Gesicht gezaubert 🙂