Der Spur der Muscheln folgen

dann findet man tatsächlich Meerglas 🙂

Hat mich ja echt ins Grübeln gebracht, dass ich bis jetzt noch nicht eine einzige Meerglasscherbe gefunden habe … Nun bin ich dem Geheimnis auf die Spur gekommen 😉 Bisher habe ich an den Spülsaumen gesucht, d.h. entweder direkt am Wasser bzw. oben am Strand in den Überresten der Flutspülsäume. Was gerade im oberen Bereich ein Eldorado an Fundstücken bedeutet (abgesehen vom Müll). Allerlei Treibgut, wie z.B. fossiles Holz, was vage Chancen auf Bernsteinfunde beinhaltet …

Heute bin ich so mittig zwischen den beiden Spülsäumen geschlendert, als mir auffiel, dass es stellenweise Ansammlungen von angespülten Muscheln und Muschelresten gibt. Alles in ungefähr derselben Gewichtsklasse. Und dazwischen findet man mit Glück auch Meerglas! Nun läuft diese Spur nicht immer geradeaus und mittig, sondern man muss wirklich den Muscheln folgen, wo sie gehäuft angespült sind.

Zusätzlich muss ich mein „Suchbild“ im Kopf korrigieren, das immer noch auf Geröll und versteckte Scherben eingestellt ist. Hier liegt das Meerglas offen auf dem Sand zwischen den Muscheln. Mein Jagdfieber ist entfacht!

Einen Funken Hoffnung

verleiht die Wettervorhersage für Flaschenposten. Ab Sonntag soll der Wind drehen auf Ost für mehrere Tagen. Nicht an allen Tagen passt die Wellenvorhersage (von Montag Nachmittag bis Dienstag Nachmittag eher kontraproduktiv) und die Gezeiten richten sich natürlich nicht nach meinem persönlichen Schlaf- und Wachrhythmus … Es deutet sich nach aktuellem Stand zumindest ein Zeitfenster von Sonntag bis Donnerstag zum Versenden an.

Ich fange also schon mal optimistisch mit der Bastelei an 🙂 Es wäre jammerschade, wenn ich von hier nichts auf die Reise bringen kann.

Meerglas ist mir weiterhin nicht vergönnt … ich habe gerade mal 2 frische Scherben gefunden und habe sie nur wegen Verletzungsgefahr eingesammelt. Keine Trophäen, kein Foto 😉

Schlechte Karten

für meine beiden Leidenschaften „Meerglas“ und „Flaschenposten“.

Bin dieses Mal in Nordholland: breiter und langer Strand … einfach traumhaft. Doch blitzblank sauber, obwohl die Nordsee nun schon einige Tage äußerst stürmisch an den Strand tobte. Kein Stück Meerglas. Herrlich bunte Muscheln in allen Variationen, aber kein Meerglas …

Ebenso schlecht sieht es für das Aussetzen von Flaschenposten aus. Der Wind scheint sich in den nächsten Tagen nicht zu drehen, kommt aus der Hauptrichtung Westen, schwankt nur zwischen Nord- und Südwest. Außerdem sind die Buhnen dicht mit Algen bewachsen, also nicht begehbar. Och menno … *seufz*

Aber ich bin ja noch einige Tage da … also nicht gleich die Flinte in die Nordsee werfen. Vielleicht tun sich ja noch kleine Wunder auf.

Der Fluss als Kommunikationsstrom

Dieser Titel bezieht sich auf einen Podcast auf dem Deutschlandfunk, der über Silvesterbotschaften in Rhein und Sieg berichtet. Es lohnt sich, auf der Website des Deutschlandfunks nach dem Begriff „Flaschenpost“ zu suchen, da fördert die Ergebnisliste höchst interessante Artikel zutage. Viel Spaß beim Stöbern! Der Tipp stammt von Franzi. Wir erinnern uns, sie hat für mich Flaschenposten in China ausgesetzt 🙂 Herzlichen Dank!

Fundmeldung!

An Silvester wurde mittags Buddel Nr. 11 ungefähr 300 Meter hinter der Geesthachter Schleuse am rechten Elbufer gefunden. Na, wo hat sie sich denn zwischen der Schleuseninsel und dem gegenüber liegenden Ufer rumgetrieben? Sie muss irgendwo festgehangen haben und wurde mit der Weihnachtssturmflut auf den Wanderweg an der Elbe angespült.

Ganz herzlichen Dank für die Fundmeldung, ich freue mich riesig darüber!

Fundmeldung!

Ein wunderbarer Jahresabschluss! Obwohl die Buddel Nr. 12 einen Tick zu spät nach den Feiertagen entdeckt wurde – sie war nämlich auch eine Weihnachtspost. Losgeschickt am 26.11.2015 vom Seesteg in Tesperhude. Gefunden wurde sie heute Mittag kurz nach 14:00 Uhr in der Nähe von Laßrönne.

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Die Buddel hat 16 Flusskilometer zurückgelegt (Tesperhude 579 – Laßrönne 595). Und sie hat den Weg über das Geesthachter Wehr geschafft!

Ich freue mich riesig über die Fundmeldung, ganz herzlichen Dank! Hier noch das Foto des Fundorts:

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Besonders schön, dass wir auch sehen dürfen, wie der Fundort im Sommer ausschaut. Ganz, ganz herzlichen Dank für die tollen Fotos!